Online-Fundraising-Studie 2016: «Online wird zum zweitwichtigsten Kanal»

13 Jul 2016

Die Bedeutung von Online-Fundraising wird in den nächsten drei Jahren weiter steigen und das Internet wird damit zum zweitwichtigsten Kanal: Das ist eines der Ergebnisse der Online-Fundraising-Studie von Altruja, die dieses Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt worden ist. Insgesamt 1638 Organisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben daran teilgenommen.

Über 60% der antwortenden Organisationen nutzen drei oder mehr Online-Kommunikationskanäle aktiv und zwei von drei Organisationen, die noch kein Online-Fundraising betreiben, planen in dem kommenden drei Jahren aktiv zu werden.

Fundraising- und Online-Kommunikationskanäle
Länderübergreifend gelten Unternehmensspenden (40%) als wichtigster Fundraisingkanal. Ebenso relevant sind Mitgliedsbeiträge (37%) und staatliche Unterstützung (36%). Von ähnlich hoher Bedeutung sind Förderungen (32%) und Post-Mailings (32%). Weniger relevant sind Online-Fundraising (15%), Strassen-Spenden (6%) sowie Fundraising über Telefon/SMS-Spenden (3%).

Die meist genutzten Online-Kommunikationskanäle sind Website (98%), Facebook (76%) und Newsletter (55%), wobei die meisten Organisationen zwischen 100 und 1000 Facebook-Fans haben. Mit 28% liegt die Twitter-Nutzung fast gleichauf mit Youtube, das von 33% genutzt wird. Auf Websites und Facebook (Gegenüber dem Vorjahr ist die Facebook-Nutzung um 8% gestiegen) werden von den Organisationen auch Inserate-Banner geschaltet – Fakt ist jedoch, dass 53% aller Organisationen KEINE Werbung nutzen und somit ungenutzte Vermarktungsmöglichkeiten haben.

Bankverbindung als Favorit
Wenn Organisationen kein Online-Fundraising betreiben, dann begründen sie es mit mangelndem Know-How (50%) sowie mangelnder Zeit und Personal (69%). Ein weiterer Grund, der von 23% der Organisationen genannt wird, sind inhaltliche Einschränkungen wie das Risiko juristischer Probleme, der Datenschutz und das Internetrecht. Und auch mangelndes Budget (40%) spielt eine Rolle. Einige Organisationen sehen Ihre Zielgruppe als nicht internetaffin genug (19%) an oder haben sonstige Gründe (9%).

Favorit in der Online-Spenden-Generierung ist auch in diesem Jahr die Angabe der Bankverbindung. Das integrierte Spendenformular auf der Website – das auf dem zweiten Platz steht – ist 2016 um 3 Prozentpunkte gestiegen, während die Angabe der Bankverbindung auf der Website um 5 Prozentpunkte gesunken ist. Am beliebtesten ist bei Organisationen die Zahlung über PayPal (59%), der Kreditkarte (54%) und dem SEPA-Lastschriftverfahren mit 75%. Mehr als ein Drittel nutzt die Sofort-Überweisung als Zahlungsart. Insgesamt nutzt knapp die Hälfte der Organisationen eine(n) Mitarbeiter(in), der/die sich nebenbei um das Online-Fundraising kümmert, während 16% eine Teilzeitstelle besetzen. Ehrenamtliche Mitarbeiter nutzen 13% der Organisationen. Vollzeitstellen besetzen 9%, während 10% keine Mitarbeitende für den Einsatz im Online-Fundraising haben.

Die gesamte Online-Fundraising-Studie 2016 können Sie hier einsehen.


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