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DACH-Hochschul-Fundraisingpreis 2020 geht an die Universität Zürich

06.04.2020

Die Universität Zürich erhält für die erfolgreiche Etablierung und Entwicklung der UZH Foundation den DACH-Hochschul-Fundraisingpreis 2020. Seit 2012 akquiriert sie Spenden für die Universität und erweitert damit deren Möglichkeiten, exzellente Forschung und Lehre betreiben zu können. Die Zuwendungen der UZH Foundation steigen kontinuierlich und lagen im Jahr 2018 bei 29 Millionen Schweizer Franken.

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat den Preis zum fünften Mal vergeben, zum ersten Mal waren auch Universitäten und Hochschulen aus der Schweiz und Österreich eingeladen, sich um diesen Preis zu bewerben. Swissfundraising hat diese Ausschreibung kommunikativ und mit einer Mitgliedschaft in der Jury unterstützt.

Innovatives Stiftungsmodell

Als besonders innovativ hat sich gemäss Jury die Gründung von Unterstiftungen unter dem Dach der UZH Foundation erwiesen: Über Unterstiftungen für die Studierendenförderung, den Botanischen Garten, die Tierklinik und weitere Institutionen konnten grössere zweckgebundene Spenden eingeworben werden. «Das professionelle Fundraising der UZH Foundation setzt Masstäbe, weil es eindrücklich vor Augen führt, welch vielfältigen Chancen in der Erschliessung privater Finanzierungsquellen durch Stiftungen für Hochschulen liegen», betonte Professor Guido Benzler, Geschäftsführer der rheform -EntwicklungsManagement GmbH, seines Zeichens Schirmherr und Preisgeldgeber.

In der Aufbauphase bis 2018 lag der Fokus vor allem auf der Aufteilung der Geschäftsprozesse zwischen Universität und Stiftung sowie auf ersten Fundraisingprojekten lag. Aufgabe des im Mai 2018 eingestellten CEO, Dr. Martin Gubser, ist es, im Auftrag der Universitätsleitung und des Stiftungsrats eine neue, breit abgestützte Fundraising-Strategie zu planen und sukzessive umzusetzen.

Neue Wege

Diese Strategie geht – zumindest für die Universität Zürich – neue Wege. Sie beruht auf vier Pfeilern: Projekt-Fundraising (überwiegend mit Major Donors), Public Fundraising (zunächst mit Besuchern von universitätseigenen Institutionen wie des Botanischen Gartens etc., später Alumni-Fundraising), Nachlass-Marketing sowie die Gründung von Unterstiftungen unter dem Dach der UZH Foundation. In Planung sind zudem eine Capital Campaign für den Universitätsneubau und eine Kampagne zur Realisierung eines Projekts im Bereich studentisches Wohnen.

Im Gegensatz zur Universität, die als Anstalt öffentlichen Rechts in ihrer Handlungsfreiheit relativ eingeschränkt ist, kann die Foundation als steuerbefreite privatrechtliche Person freier handeln. So kann sie, im Rahmen der Vorgaben der kantonalen Stiftungsaufsicht, auf dem Markt Mittel anlegen oder Mittel beschaffen.

So kann sie einerseits Anlageerträge auf Spenden erzielen, die der Uni zugesprochen wurden, aber in der Stiftung bis zu deren Verwendung deponiert sind. Und auf der Beschaffungsseite kann sie Hypotheken oder Darlehen aufnehmen. Ausserdem finanziert sie mit ihrer 50%-Tochter «UZH Life Scienes Fund AG» Startup-Unternehmen, die aus der Universität heraus entstehen.


Das Team der UZH Foundation (von links nach rechts): Monika Moser (Vertragsmanagement), Isabel Probst (Projektleiterin Fundraising), Tonja Küng (Assistenz GL), Annette Kielholz (Projektleiterin Fundraising), Dominik Heitzmann (CFO), Dr. Martin Gubser (CEO), Olga Kuck (studentische Mitarbeiterin), Alex Etter (CRM Manager), Sally Peggs (Projektleiterin Fundraising) und David Iselin (Marketing und Kommunikation).

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