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Dialog mit Förderstiftungen stärkt Swissfundraising

29.04.2019

Politisches Gewicht und Handlungsfähigkeit stärken, so lautet eines der strategischen Ziele des Berufsverbands Swissfundraising. Partnerschaften mit anderen Verbänden wie z. B. SwissFoundations sind ein probates Mittel zum Gewinn von zusätzlichem Gewicht. Am kommenden Stiftungssymposium (am 21. Mai in Thun) gestaltet Swissfundraising nun ein Praxisforum.

Mit den Verbänden ProFonds und SwissFoundations steht Swissfundraising längst und kontinuierlich im Kontakt. Während SwissFoundations klar fokussiert ist auf grosse Förderstiftungen, steht proFonds als Lobby für den Dritten Sektor allen Nonprofit-Organisationen offen und bietet ihnen regelmässig Informationen über politische Entwicklungen und rechtliche Neuerungen.

Der Sektor hat ja keine Dachorganisation; Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit und Sozialhilfe im Inland, für Menschen mit Beeinträchtigungen und das Alter etc. haben je eigene Verbände, sowohl auf Seiten der Arbeitgeber wie auf jener der Arbeitnehmenden, und diese fokussieren sich je auf Teilinteressen.

Kontakt intensiviert
SwissFoundations intensivierte in den vergangenen Monaten die Kontakte mit dem Fundraising-Verband. Die Förderstiftungen erarbeiteten in einem aufwendigen Verfahren eine Stakeholder-Analyse und darauf aufbauend eine Diskurs- und Advocacy-Strategie zur nachhaltigen Stärkung der Legitimität von Förderstiftungen in der Schweiz; im Rahmen eines Dialogprozesses stellten sie die vorläufigen Ergebnisse vor.
Die Swissfundraising-Fachgruppe Förderstiftungen für Grosse hatte dabei im August 2018 das Privileg, als Teil der Zielgruppe Destinatäre die Ergebnisse aus erster Hand, von Geschäftsführerin Beate Eckhardt vermittelt zu erhalten. Sie gab dann zusätzlich ein Interview, das Swissfundraising in der Zeitschrift persönlich sowie auf der Webseite publizierte.

Eckhardt fasst Einsichten so zusammen: «Potenzial gibt es bei der Kooperationsfähigkeit und dem Willen zur Zusammenarbeit. Nicht nur innerhalb des Stiftungssektors, sondern auch über die Sektorgrenzen hinweg.» Und: Defizite im Stiftungssektor finden sich in dem schwach ausgeprägten Kommunikationsverständnis gemeinnütziger Stiftungen, dem damit zusammenhängenden fehlenden Bewusstsein in der Öffentlichkeit und dem nicht genügend aktiv geführten Dialog mit den Destinatären, den Förderpartnern.»

Workshop am Stiftungssymposium
Daraus resultierte etwa eine Einladung an die Fachgruppe, am nächsten Schweizer Stiftungssymposium, einem zweitägigen Anlass mit voraussichtlich 400 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen, einen Workshop, hier Praxisforum genannt, nach Wahl vorzubereiten.
So wird die Fachgruppe mit den Förderstiftungen am 21. Mai 2019 in Thun das Thema Fundraising- und Administrationskosten diskutieren, das immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten führt, unter dem Titel «Wie viel Overhead darf es sein und was sagt der über die Wirkung aus?». Für einen Input und die Moderation darf sie dabei auf die Unterstützung des CEPS, Center for Philanthropy Studies der Uni Basel, zählen.

Mehr auf www.swissfoundations.ch oder www.app.stiftungssymposium.ch