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Die QR-Rechnung: Fragen von NPO werden beantwortet

09.08.2021

Eine Swissfundraising-Umfrage zur Umstellung auf die QR-Rechnung zeigt, dass zwar schon einige NPO die Umstellung planen, aber nur sehr wenige schon Tests gemacht haben. Bei der Umfrage konnten Organisationen auch ganz spezifische Fragen stellen: Die Antworten darauf werden laufend zusammengetragen und dann online zur Verfügung gestellt.

– Mario Tinner

Knapp ein Drittel der Antwortenden gab an, noch nichts in Bezug auf die Umstellung vom Einzahlungsschein auf die QR­-Rechnung geplant zu haben. Bei 56 Pro­zent läuft die Planung dazu, bei 4 Prozent wurde der Prozess bereits gestartet und immerhin 8 Prozent haben bereits QR-Rechnungen verschickt.

Ältere Spender:innengeneration im Fokus

Viele Organisationen beschäftigt bei der Umstellung vor allem die Frage, wie die älteren Spender:innen darauf reagieren. So teilten mehrere Antwortende mit, dass sie einen Einbruch bei älteren Personen als grösstes Risiko einschätzen. Bei jenen Organisationen, die schon Tests mit QR-­Rechnungen durchgeführt haben, zeigte sich denn auch: Es gibt Auf­ und Erklärungsbedarf, denn aktuell kennen viele zwar den QR-­Code, aber die QR-­Rechnung nicht. In einer Rückmeldung hiess es: «Nach dem ersten Versand erreichten uns Anfragen, da die Leute nicht wussten, wo was aus zu füllen ist.» Auf der anderen Seite gab es aber auch eine Organisation, die kei­ne Schwierigkeiten beim Test hatte und bei der «alles einwandfrei funktionierte».

Die Organisationen sehen aber auch Chancen. So freuen sich viele, dass mit der QR­-Rechnung automatisch mehr In formationen übertragen werden – etwa über den Zahlungsgrund, womit eine einfachere Zuordnung der Zahlungen möglich wird. Auch eine gesteigerte Nutzung von digi­talen Zahlungskanälen wird als Vorteil gewertet. Ausserdem könnte der «QR­-Code-­Aufschwung» des letzten Jahres (Stichwort TWINT) dazu führen, dass viele Leute für die Umstellung offener ein­gestellt sind und den Code aus Gewohnheit gleich scannen möchten.

Frage- und Antwortkatalog zur QR-Rechnung

Die Umfrageteilnehmer:innen stellten zahlreiche Fragen, die für NPO wichtig sind. So kam beispielsweise die Frage auf, welchen Gestaltungsspielraum Organisationen hätten, die QR-­Rechnung zu individualisieren. Diesen gibt es bis zu einem bestimmten Grad, die QR-­Rechnung muss aber gemäss den Spezifikationen (vgl.
www.paymentstandards.ch) der SIX erstellt werden. Passend dazu wollte eine Person denn wissen: Kann die QR­-Rechnung quasi als Doppel­-ESR ausgestellt werden (mit oder ohne Motivations streifen)? Die Ant­wort darauf lautet: Ja. Die QR-­Rechnung kann sowohl physisch auf Papier, elekt­ronisch als eBill oder als PDF verschickt werden. Der Zahlteil mit Empfangsschein kann dabei am unteren Seitenrand plat­ziert oder auf ein separates Beiblatt ge­druckt werden. Ist letzteres der Fall, finden zwei Zahlteile auf einem Blatt Platz (vgl. Illustration).

Diese und viele weitere Fragen beschäf­tigen alle Organisationen. Deshalb wird Swissfundraising neben Handlungs empfehlungen auch einen Frage­- und Ant­wortkatalog zusammenstellen, der unter www.swissfundraising.org/qr-rechnung abrufbar ist und laufend ergänzt wird.


Vorlagen

Alle Informationen, Dokument und Layout-Beispiele sind unter www.paymentstandards.ch zu finden. Wichtig: SIX bietet keine fixen Layoutvorlagen an, sondern Spezifikationen, wie die QR-Rechnung erstellt werden sollte.


Illustration: Schematische Darstellung einer QR-Rechnung mit integriertem Zahlteil/Empfangsschein und mit bis zu zwei Zahlteilen/Empfangsscheinen auf separater Beilage. (Quelle: SIX)

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