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Digital Fundraising Studie Schweiz 2017: Anteil digitaler Spenden steigt um 10 Prozent

07.11.2017

Der Anteil digitaler Spenden am Gesamtspendenvolumen wuchs gemäss der neusten Digital Fundraising Studie im Jahr 2016 auf 2,8 Prozent. Das ist eine Steigerung um 10 Prozent. Die Kennzahlen der Studie basieren auf Daten von fast 200 Schweizer Organisationen, die 2016 ihre E-Payment-Transaktionen ganz oder teilweise über RaiseNow abgewickelt haben. Dieses Unternehmen hat denn auch die Studie durchgeführt.

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer spenden online, und dies mit immer höheren Beträgen. Das sind zentrale Erkenntnisse der Digital Fundraising Studie 2017. Erstmals wurden in der Studie jetzt auch politische Initiativen und Parteien unter die Lupe genommen: deren durchschnittliche Spenden liegen mit CHF 79 unter den Durchschnittsspenden von klassischen Hilfsorganisationen, die auf Spenden angewiesen sind.

In einem Jahr ohne grosse Katastrophen mit medial starker Strahlkraft und entsprechend stagnierendem gesamthaften Spendenaufkommen entwickelten sich die Online-Spenden positiv. Doch auch hier ist ersichtlich: weniger Menschen spenden durchschnittlich mehr. Die für Organisationen wichtigen regelmässigen Spenden gewinnen online weiter an Bedeutung und eröffnen Organisationen ausserhalb der bekannten Einzugsermächtigungen langfristige und regelmässige Spenden. Das erhöht die Planbarkeit für die Organisationen.

Die dritte Digital Fundraising Studie Schweiz 2017 basiert auf effektiven Spendentransaktionen und stellt die gewonnen Kennzahlen im Kontext von Organisationstypen dar. «Wir möchten unseren Kunden und allen interessierten Fundraisern Unterstützung in der Strategieentwicklung und Entscheidungsfindung in Form von Fakten geben», so Marco Zaugg, CEO von RaiseNow, dem Unternehmen, das die Studie durchgeführt hat.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Anteil digitaler Spenden wächst um 10 Prozent: Der Anteil digitaler Spenden stieg 2016 auf 2.81 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Wachstum von rund 10 Prozent. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist der Zuwachs an digitalen Transaktionen und damit getätigten einzelnen Spenden.
  • Die durchschnittliche Spendenhöhe steigt: Die durchschnittliche Spendenhöhe (Einzel- und Dauerspenden) über alle in der Folge beschriebenen Ka- tegorien und Zahlungsmittel stieg gegenüber dem Vorjahr von CHF 111 auf CHF 125. Das bedeutet ein Wachstum von 12 Prozent. Über die höchste Durchschnittsspende (CHF 133) dürfen sich 2016 Organisationen der Kategorie B (Entwicklungs- und Katastrophenhilfe) freuen. Die neue Kategorie F (Politische Kampagnen/Initiativen) weist eine vergleichsweise tiefe Durchschnittsspende von CHF 76 auf.
  • Kreditkarten und PostFinance weiterhin stärkste Zahlungsmittel: Stärkste und beliebteste Zahlungsmittel bleiben die Kreditkarte und die PostFinance Card. Sie nehmen zwar im Vergleich zum Vorjahr sowohl bezüglich Anzahl Transaktionen als auch Spendenvolumen leicht ab, behaupten aber die beiden ersten Plätze. Der Einzahlungsschein (streng genommen als Zahlungsversprechen) bleibt im Online-Fundraising-Zahlungsmix der Schweiz weiterhin wichtig. Paypal und Twint gewinnen als junge Zahlmittel an Einfluss, werden aber weiterhin eher ergänzend genutzt. SMS bleibt als Nische interessant, in erster Linie zur Gewinnung von Erstkontakten.
  • Dezember so stark wie noch nie, Dienstag ist Spendentag: 2016 war das Spendenaufkommen im Dezember so stark wie noch nie. Spendentransaktionen und Spendenvolumen stiegen im Vergleich zu 2015 um mehr als die Hälfte. Dienstags sind die meisten Spenden, sowohl bezüglich Anzahl als auch Volumen, eingegangen.
  • Bestätigt: Monatliche Dauerspenden bringen mehr als jährliche: Regelmässige Spenden sorgen für beständige Einnahmen, weniger Kosten und mehr Planungssicherheit. In der Schweiz bieten noch immer nur wenige Organisationen proaktiv Dauerspenden für online spendende Besucher an. Dennoch entwickelt sich das Volumen an Dauerspenden überdurchschnittlich. Monatliche Dauerspenden generieren dabei eine höhere Jahresspendensumme als jährliche Zuwendungen.

Swissfundraising-Mitgliedern steht die Studie nach dem Login in den Memberbereich als Download zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können die Studie auf der RaiseNow-Website herunterladen.