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Erster Schweizer Spend-O-Mat in Basel verfügbar

Anfang Mai 2017 weihte die Basler Nonprofit-Organisation Offene Kirche Elisabethen den nach eigenen Aussagen ersten Kollektomat der Schweiz ein. Dieser ermöglicht es, bargeldlos zu spenden.

Der Kollektomat trägt in Basel den Titel „Spend-O-Mat“. Er steht als massives Möbel gleich rechts vom Haupteingang zur Offenen Kirche Elisabethen und gleicht grundsätzlich einem Bankomat. Auf dem Display leuchten verschiedene Beträge zwischen CHF 1.- und CHF 150.-. Die Anzeige signalisiert: „Willkommen. Bitte wählen Sie“. Spendende drücken einen der Betrags-Tasten und führen die Karte ein. Mastercard, Maestro-, Postfinance- und Visa-Karte sind akzeptiert.

Lesegerät im umgebauten USM-Möbel
Wer sich eine Spende abbuchen lässt, kann dann auch gleich einen Beleg ausdrucken, der wiederum dem eines Bankomaten gleicht, aber auch den Text enthält: „Herzlichen Dank für Ihre Spende“ sowie die Internet-Adresse der Offenen Kirche. Weitere Informationen, etwa über die Verwendung der Spende oder ihre steuerliche Abzugsfähgkeit, sind vorderhand nicht gegeben.

Partner des Projekts sind die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt und die Basler Kantonalbank. Gemäss Medienmitteilung physisch „realisiert wurde das ursprünglich einfach wirkende Projekt durch Beat Müller, Projektmanager der Offenen Kirche, und den Schreiner Martin Block. Sie bauten ein USM-Haller Hochregal entsprechend um, damit es dem besonderen Gewicht des Automaten standhält und auch weiterhin transportabel bleibt.“

Vorbild Skandinavien
Ein Artikel der Basler Tageswoche sagt: „Als Vorreiter des bargeldlosen Bezahlens gilt Schweden. Mitglieder von Kirchgemeinden entrichten ihren Zehnt via Textnachricht. In Kirchen wie der Filadelfia in Stockholm steht ein «Kollektomat», in dem man bequem mit Karte spenden kann….Obdachlose in der Stockholmer Innenstadt nehmen Almosen mit einem Kartenlesegerät entgegen.“