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Swissfundraising Award: Finalisten stehen fest

13.06.2019

Fünf Fundraising-Aktionen sind für den Swissfundraising Award-Publikumspreis nominiert. Erfahren Sie mehr über die Finalisten und machen Sie sich ein Bild darüber, wem Sie am SwissFundraisingDay vor Ort Ihre Stimme geben möchten.

Die erfolgreichste Fundraising-Aktion des Jahres 2018 wurde direkt von unserer Fachjury gewählt und steht bereits fest. Erfahren Sie, wer gewonnen, indem Sie am SwissFundraisingDay das noch geheime Fall-Beispiel mitverfolgen.

Bei der kreativsten Fundraising-Aktion des Jahres 2018 entscheidet das Publikum, wer jubeln darf. Unsere Fachjury hat fünf Finalisten bestimmt, die wir hier kurz vorstellen. Alle Angaben stammen aus den eingereichten Formularen und geben somit die Sicht der jeweiligen Organisationen wieder.

FAIRMED: automatisierte Marketing-Kampagne

Die Schweizer Entwicklungsorganisation FAIRMED engagiert sich dafür, dass vernachlässigte Gemeinschaften Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung erhalten – auch in Nepal. Im Rahmen einer Infostand-Spendenkampagne sollten Förderer, Einmalspender und Interessenten mit Hilfe einer automatisierten Storytelling-Kampagne auf eine digitale Reise nach Nepal mitgenommen und emotional stärker an FAIRMED gebunden werden. Einmalspender sowie Interessenten sollten zu Dauer-Förderern konvertiert werden.

Warum FAIRMED ihre Aktion am kreativsten findet:
Eine vollautomatisierte, multimediale und digitale Kampagne bringt Förderer, Einmalspender und Interessenten virtuell in die weit entfernte Lebenswelt im nepalesischen Dorf Lagarche. Es wurde im 2015 von einem Erdbeben zerstört und liegt „am Ende der Welt“. Die FAIRMED-Gesundheitsmitarbeiterin Nobina nimmt die Spendenden und Interessenten mit auf ihre Reisen in einen Gesundheitsposten, eine Müttergruppe und eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Behinderung. Die emotionale Bindung zu FAIRMED wird mit Hilfe von mehreren Landing Pages, E-Mail-Texten, SMS, Bildern, und einer Postkarte gestärkt. Die Kampagne zeigt die Probleme vor Ort auf, schafft Nähe zur Bevölkerung und präsentiert die FAIRMED-Projekte multimedial über mehrere Kanäle auf kreative Weise mit unterschiedlichsten Erzählformen.

Universitäts-Kinderspital Zürich: Kinder sind anders. Deshalb sind wir es auch.

Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene und können entsprechend auch nicht als solche behandelt werden. Sie benötigen zum Beispiel kleinere medizinische Geräte, spezielle Therapien und Medikamente sowie generell eine kindgerechte Betreuung. Wie massgeschneidert auf die Bedürfnisse der Kinder im Kispi eingegangen wird, zeigt diese Kampagne auf einen Blick. Denn nicht nur die physische Heilung, sondern auch eine selbstbewusste und glückliche Entwicklung der Kinder liegt dem Kinderspital am Herzen.

Warum das Kispi seine Aktion am kreativsten findet:
Weil die Sujets auf eine einfühlsame, phantasievolle und äusserst kreative Weise aufzeigen, dass kranke Kinder andere Bedürfnisse haben als Erwachsene, und dass das Kinderspital sich in seiner täglichen Arbeit nach diesen ausrichtet. Die Headline bringt die Aussage voll auf den Punkt: Kinder sind anders. Deshalb ist es das Kispi auch.

Sozialwerk Pfarrer Sieber (SWS): Themenwoche Obdachlos

In Zusammenarbeit mit der Redaktion von Radio24 führten wir Ende Februar 2018 die Themenwoche «Obdachlos» durch. Als Protagonist hat Moderator Dominik Widmer vier Nächte auf der Gasse verbracht und fortwährend darüber berichtet. SWS war präsent mit verschiedenen Livebeiträgen aus den Züricher Gassen und Notschlafstellen. Gleichzeitig hat SWS wie auch Radio 24 zu Spenden aufgerufen. Das Ziel waren 210 Übernachtungen für 1 Woche zu finanzieren = CHF 12’600.- Erreicht haben wir schliesslich beinahe den fünffachen Betrag von CHF 60’000.- Das Ergebnis und die Aufmerksamkeit hat uns alle total verblüfft.

Warum die Sozialwerke Pfarrer Sieber ihre Aktion am kreativsten findet:
Die Kreativität dieser Kampagne zeigt sich nicht in erster Linie in der Gestaltung der Sujets. Vielmehr ist es die gekonnte, fein abgestimmte Orchestrierung der crossmedialen Beiträge und die gelungene Medienpartnerschaft mit Radio24. Insofern liegt das Kreative in der Konzeption der Kampagne: Wie gelingt es, während einer Woche ein Themensetting zu planen, bei dem Aufmerksamkeit und Reichweite von Tag zu Tag gesteigert werden können? Obdachlosigkeit ist nun mal kein gesellschaftliches Top-Thema, sondern eher ein Nischenmotiv. Trotzdem gelang es in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit (und mit etwas Wetterglück…), Obdachlosigkeit in der breiten Öffentlichkeit während einer Woche als Top of Mind zu positionieren. Zahlreiche Printmedien berichteten über die ungewöhnliche, aufsehenerregende Aktion, was letztlich mitverantwortlich dafür war, dass ein gegenüber dem erwarteten Spendenertrag fünffacher Erlös zusammenkam.

Stiftung SOS-Kinderdorf: ShareyourFood

ShareyourFood ist eine durch SOS-Kinderdorf Schweiz ins Leben gerufene Aktion, die ein Zeichen setzt und gemeinsam mit der Gastronomiebranche dem Hunger den Kampf ansagt. Die Nachhaltigkeitsaktion wird stark durch Best of Swiss Gastro unterstützt, indem sie das Gastronomienetzwerk für die Aktion zur Verfügung stellt. Teilnehmende Gastrobetriebe erkennt man durch ein an der Tür angebrachtes Label. Die Gastrobetriebe erhalten vorgefertigte standardisierte Pakete, sodass die Inbetriebnahme im Nu erledigt ist. Ein Win-Win-Win: Teilnehmende Gastrounternehmen positionieren ihr Betrieb im Nachhaltigkeitsbereich und tun was Gutes, SOS-Kinderdorf profitiert von der Öffentlichkeitsarbeit und Restaurantbesucher können durch Kleinstspenden, die digital wie auch bar abgewickelt werden können, die Aktion einfach und bequem unterstützen.

Warum die Stiftung SOS-Kinderdorf ihre Aktion am kreativsten findet:
Kontext is King und mit ShareyourFood fordern wir den Spender dazu auf, nachzudenken und zu spenden und betreiben ganz nebenbei Öffentlichkeitsarbeit für SOS-Kinderdorf. Durch den standardisierten und digitalisierten Workflow halten wir Logistik und Betreuung der Aktionsteilnehmer auch intern höchsteffizient und flach. Mithilfe von Gastronomieunternehmen, die als Multiplikatoren-Plattform für SOS-Kinderdorf dienen, können wir nebst Öffentlichkeitsarbeit und Positionierung teilnehmender Gastronomiebetriebe als nachhaltige Unternehmen ohne grösseren Aufwand Spenden für Kinder in Not sammeln.

Zürcher Tierschutz: «The World’s Craziest Xmas Cat Tree»

«Cats need Homes» – Hunderttausende streunende Katzen gibt es in der Schweiz und nur wenige Plätze in den Tierheimen, was besonders im Winter problematisch ist. Der erste und einmalige «World’s Craziest Xmas Cat Tree» war nicht nur verrückt, sondern er machte auf das Problem aufmerksam und diente einem guten Zweck: Er gab Gelegenheit, die Katzen vom Tierheim des Zürcher Tierschutz im Livestream kennenzulernen. Wodurch sie alle zu Weihnachten adoptiert wurden und ein neues zu Hause fanden.

Warum der Zürcher Tierschutz seine Aktion am kreativsten findet:
Der Weihnachts-Katzenbaum im Livestream ist eine Weltpremiere. Es gab bisher nichts Vergleichbares. Deshalb konnte mit dieser einfachen und originellen Idee viel Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt werden, das sonst unter dem Radar läuft. Dank der Originalität der Aktion gab es ausserordentlich viel Media Free Space und der Zürcher Tierschutz verzeichnete sehr viel positives Feedback.