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Swissfundraising begrüsst sein 800. Mitglied

15.07.2019

Bis auf zwei kleine Ausnahmen durfte sich Swissfundraising seit seiner Gründung jedes Jahr über mehr Mitglieder als im Vorjahr freuen. Angefangen hatte der Verband 1994 mit 44 Mitgliedern, 2006 waren es bereits 401 und heute steht der Zähler bei über 800! Aus diesem freudigen Anlass haben wir Johanna Vögeli (FAIRMED), unser 800. Mitglied, zum Interview gebeten.

Wie bist du zum Fundraising gekommen?
Durch Zufall, ich bin ein totales Fundraising-Newbie: als Sozialanthropologin habe ich eine kleine Hintergrundstudie zu den von FAIRMED begünstigten indigenen Aka in der Zentralafrikanischen Republik durchgeführt und war gleichzeitig auf Jobsuche. Da mir die Arbeitsbedingungen bei FAIRMED sehr gut gefielen, zögerte ich nicht, im März dieses Jahres eine Stellvertretung im Institutionellen Fundraising zu übernehmen. Nun finde ich meine Arbeit sehr spannend und kann mir gut vorstellen, der Mittelbeschaffung treu zu bleiben.

Warum bist du als Mitglied Swissfundraising beigetreten? Was erwartest du vom Verband?
Um ehrlich zu sein, war der Auslöser für meine Mitgliedschaft meine Teilnahme am SwissFundraisingDay. Allerdings ist es mir ein Anliegen, mich mit anderen FundraiserInnen zu vernetzen und den Austausch zu pflegen, wofür Swissfundraising die perfekte Plattform bietet. Auch die Erkenntnisse und Impulse aus Forschung und Praxis, die am letzten SwissFundraisingDay vermittelt wurden, haben mich inspiriert und werden sich bei meiner Arbeit auf die eine oder andere Weise bestimmt als hilfreich erweisen.

Was sollte im Fundraising in der Schweiz unbedingt verbessert werden?
Der Spendenmarkt ist zunehmend härter umkämpft, was unter den NGO zu einem gewissen «Konkurrenzdenken» führt. Das ist eigentlich schade. In der Projektarbeit strebt FAIRMED immer mehr nach Partnerschaften mit anderen NGO. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass wir auch im Bereich Fundraising nach Partnerschaften Ausschau halten.

Welches sind aus deiner Sicht die drei wichtigsten Fundraising-Instrumente der kommenden Jahre?
Gutes Storytelling wird auch in den kommenden Jahren zu unseren mächtigsten Werkzeugen im Public Fundraising zählen. Neue Fundraising-Instrumente wie beispielsweise Automatisierung werden es uns möglich machen, Geschichten und Folgekommunikation noch individueller und persönlicher zu gestalten. Parallel dazu sehen wir bei FAIRMED, dass die Kommunikation im Institutionellen Fundraising und Public Fundraising näher zusammenrückt und stellenweise überlappt. Hier überlegen wir uns, ob Instrumente aus dem einen Bereich auch im anderen zum Einsatz kommen könnten.

Warum sollte jemand eine/n Kollegin/Kollegen dafür gewinnen, Mitglied bei Swissfundraising zu werden?
Weil Swissfundraising die Interessen seiner Mitglieder vertritt und dadurch hoffentlich Wirkungen erzeugt werden, die im Interesse eines jeden Mitgliedes sind. Auch die hohe Qualität des Informations- und Erfahrungsaustausches innerhalb dieses Netzwerkes ist sicherlich ein Gewinn für jedes Mitglied. Gut finde ich zudem den Verhaltenskodex, der seine Mitglieder zu einer ethischen und transparenten Arbeitsweise verpflichtet und eine gemeinsame Basis schafft. Wenn ich mich nicht täusche, geht es bei Swissfundraising nicht um Konkurrenz, sondern eher darum, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

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