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Swissfundraising-Fachgruppe wirbt um Förderstiftungen

28.05.2019

Die Swissfundraising-Fachgruppe «Förderstiftungen für Grosse» konnte am Stiftungssymposium einen Workshop zum Thema Fundraising- und Administrationskosten halten. Diese Möglichkeit ergab sich, nachdem die Fachgruppe den Kontakt zu SwissFoundations initiiert hatte.

– Andreas Cueni

Das Stiftungssymposium von SwissFoundations ist unterdessen ein Zweitage-Anlass mit rund 500 Teilnehmenden; er wandert von einem grossen Schweizer Kongresszentrum zum andern und gastierte Mitte Mai 2019 in Thun. Hier durfte die Fachgruppe mit den Förderstiftungen das Thema Fundraising- und Administrationskosten diskutieren, das immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten führt. Der Titel hiess herausfordernd: «Wie viel Overhead darf es sein und was sagt der über die Wirkung aus?».

Inputs von beiden Seiten
Für Input und Moderation sorgten Robert Schmuki vom CEPS, Center for Philanthropy Studies der Uni Basel, sowie Thomas Seiz, Stiftungsrat der Hamasil Stiftung. Schmuki schaffte es, in wenigen Minuten begrifflich Ordnung zu schaffen, auf Jahrzehnte Wirkungs-Diskussion zurückzugreifen und dabei auf die sehr unterschiedlichen Arten von Tätigkeiten zu verweisen, die Nonprofits leisten können: etwa Grundlagen-, Innovations-, Multiplikations-, Advocacy-, Allianzarbeit. Ganz praktische Vernetzung schafft die Hamasil Stiftung in ihrem Kulturpark in Zürich West, wo der Austausch zwischen Organisationen und Unternehmen, die sich als nachhaltig verstehen, täglich stattfindet.

Für die Fachgruppe Förderstiftungen selbst traten Barbara Mangold von Solidar Suisse und Friederike Küchlin von SOS Kinderdorf auf. Sie wiesen sachte auf die Vielzahl von unterschiedlichen Zugängen zu Förderstiftungen hin und den damit verbundenen Aufwand seitens des Fundraisings, etwa beim Ausfüllen von Formularen. Sie erklärten den wissenschaftlich beobachteten Nonprofit Starvation Cycle: anhaltender Druck auf die Administrations- und Fundraisingkosten führt mittelfristig bei NGO zur Vernachlässigung von vitaler Infrastruktur, zu ungesundem Lohndruck und zu Qualitätseinbussen bei den erbrachten Leistungen.

Nutzen wird gesehen
Die Diskussion anschliessend fand im Fishbowl-Format statt: erst diskutieren die Teilnehmenden die Inputs an ihrem Tisch; anschliessend präsentieren sie interessante Erkenntnisse auf einem freien Stuhl am Leitungstisch. Offenbar wurde, dass die Stiftungen durchaus den Nutzen von Administration und Mittelbeschaffung sehen.

Am Workshop nahmen auch Präsidentin und Vizepräsidentin von Swissfundraising teil, Sibylle Spengler und Fé Dunekamp. Die Zusammenarbeit mit SwissFoundations und den einzelnen Mitgliedern des Verbands ist insbesondere ein Anliegen der Fachgruppe Förderstiftungen, und sie begann mit einer Einladung an Beate Eckhardt, die Geschäftsführerin, zu einem Erfahrungsaustausch mit der Fachgruppe. Exklusiv konnte diese so am Shareholder-Dialog des Stiftungenverbands partizipieren.

Gutbesuchter Workshop der Swissfundraising-Fachgruppe am Stiftungssymposium von SwissFoundations. (Foto pd)