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Swissfundraising hat 600 Mitglieder

02.02.2015

Swissfundraising hat die Marke von 600 Mitgliedern passiert! Das 600. Mitglied heisst Thomas Schmitz und ist Geschäftsführer der Stiftung Brunegg in Hombrechtikon, einer sozialen Institution für junge, schulentlassene Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Es bietet diesen Wohn- und Arbeitsplätze. Auch Fachkräfte, die beruflich nicht nur Fundraising betreiben, sind beim Verband willkommen: Geschäftsführende, Vorstandsmitglieder, BeraterInnen. Ein Interview mit dem 600. Mitglied.

Wie sind Sie zum Fundraising gekommen?
Die Stiftung Brunegg in Hombrechtikon ist bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, besonders bei Anschaffungen, auch auf kleinere und grössere Spenden angewiesen. Als Geschäftsführer dieser mittelgrossen Institution bin ich alleine zuständig für das Fundraising. Bis zu unserem letzten grösseren Bauprojekt vor 4 Jahren war das Fundraising unprofessionell und sehr dem Zufall überlassen. Das wollte ich für das Bauprojekt nicht riskieren. Mit einem professionellen Fundraising-Berater an meiner Seite lernte ich viel über das Fundraising und wir realisierten unser Ziel. Seitdem ist die Mittelbeschaffung eine andere, hochinteressante Welt für mich geworden.

Warum sind Sie als Mitglied Swissfundraising beigetreten?
Nachdem ich die Welt des Fundraising nun etwas besser kennengelernt habe, war ich auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten. Ausserdem habe ich bis heute fast kein Netzwerk in diesem Bereich. Der Fundraising-Berater des Projektes empfahl mir die Mitgliedschaft des Verbandes.

Was sollte unbedingt für das Fundraising in der Schweiz verbessert werden?
Als Neuling habe ich da bestimmt noch keinen guten Überblick. Allerdings habe ich schon gemerkt, dass es Vergabestiftungen gibt, die dringend gute Projekte brauchen, um Mittel sinnvoll einzusetzen und solche, die mit Gesuchen überhäuft werden. Ich denke, dass es eine Herausforderung ist. passende Vergabestiftungen und Gesuchsteller übereinzubringen. Durch die zum Glück hohe Anzahl der Vergabestiftungen in der Schweiz ist es aber wohl unmöglich. eine Übersicht über Stiftungszweck und Umsetzung des Stiftungszwecks der Vergabestiftungen zu bekommen.

Welches sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Fundraising-Instrumente der kommenden Jahre?
Wissen, Netzwerke und Zeit.
Mit Wissen meine ich damit, dass man für erfolgreiches Fundraising erst einmal wissen muss. wie so etwas wie eine Kampagne funktioniert. Man kann Hunderte von Gesuchen schreiben und erfolglos bleiben, wenn man gewisse Sachen nicht berücksichtigt. Netzwerke benötigt man, da aus meiner Erfahrung besonders persönliche Beziehungen und speziell Vertrauen im Bereich Fundraising wichtig ist. Vertrauen kann zwar bestimmt auch in eine Organisation bestehen, spielt sich aber doch dann immer auch zwischen Menschen ab. Und wie kann man Menschen vertrauen, wenn man sie nicht kennt? Daher finde ich es wichtig. Beziehungen aufzubauen. Und Zeit ist so wichtig für mich, da ohne Investition in Zeit beim Fundraising die Erfolge ausbleiben. Das ist besonders für kleine bis mittlere Institutionen wie uns wichtig, die kein festes Pensum ins Fundraising investieren und das eigentlich so nebenbei machen sollen. Da muss man sich schon recht an die Nase nehmen, dass nicht die Mittelbeschaffung für das Alltagsgeschäft auf der Strecke bleibt.

Warum sollte jemand eine/n Kollegin/Kollegen dafür gewinnen, Mitglied bei Swissfundraising zu werden?
Je mehr Mitglieder ein Verband zählt, desto mehr kann ein Verband für seine Mitglieder erreichen. Für mich ist das z.B. im Moment im Bereich Vernetzung und Weiterbildung der Fall.