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SwissFundraisingDay 2020 – Fundraising in und nach der Krise: Gestärkt in die Zukunft

12.10.2020

Rund 280 Fundraiserinnen und Fundraiser vor Ort und auch mit Maskenpflicht und Abstandsregeln eine gute Atmosphäre: Der SwissFundraisingDay 2020 – erstmals als gesamtschweizerischer Event konzipiert – stand unter besonderen Vorzeichen und war dennoch weniger «anders» als erwartet. Die Referate und Diskussionen waren natürlich geprägt von Covid und den Auswirkungen der Krise aufs Fundraising.

– Roger Tinner

Vom Sommertermin im Juni auf den Herbst verschoben, erfreute sich der diesjährige SwissFundraisingDay bei Sponsor*innen wie Teilnehmer*innen grosser Nachfrage. Von Anfang an signalisierte der Verband Kulanz auch bei kurzfristigen Abmeldungen – es sollte sich niemand gezwungen fühlen, vor Ort dabei zu sein. Die in den Wochen vor dem Anlass steigenden Fallzahlen führten dennoch nur zu wenigen Abmeldungen, und unabgemeldete No-Shows gab es – nur einen einzigen! Covid lässt die Menschen wohl genauer auswählen, welche Anlässe ihnen wirklich wichtig sind. Einmal angemeldet, bleiben sie dann dabei.

Tagung mit Online-Elementen

Bewusst verzichtete Swissfundraising auf eine hybride Version – die Strategie lautet insgesamt eher auf sinnvolle Ergänzung von analogen Events durch digitale Formate wie den monatlichen «talkingtuesday». Allerdings gab es am SwissFundraisingDay 2020 zwei Programmpunkte mit live zugeschalteten Referenten: Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, hatte sein Referat «Moving forward: Turbulente Zeiten als Impulsgeber fürs Fundraising» auf der Bühne des abgesagten Fundraising-Kongresses in Wien aufgezeichnet und stand dann per Videokonferenz live für Fragen zur Verfügung. Und Adrian Sargeant, Co-Founder und Co-Director Institute for Sustainable Philanthropy, stand in den USA frühmorgens um 6 Uhr bereit, um seine Remote Session zu «Building Donor Loyalty» live so zu halten, dass sie wie geplant in Bern um 13 Uhr über die Bühne bzw. den Bildschirm ging.

Erstmals für die ganze Schweiz

Neu am SwissFundraisingDay waren auch andere Dinge: Dank Simultanübersetzung von Key Notes und einzelnen Workshops in französischer Sprache wurde er erstmals zu einem gesamtschweizerischen Event, der Austausch auch über Sprachgrenzen hinweg ermöglichte. Und eine Premiere war es auch, dass die Veranstaltung in der grossen «Arena» im Kursaal stattfand, wo es Tische für alle Teilnehmenden und genügend Abstand gab. Den ganzen Tag über herrschte die vom Vorstand beschlossene Maskenpflicht, an die sich die Gäste diszipliniert hielten.

Wie gewohnt, wurden in Workshops, Roundtables und Referaten aktuelle Fragen – von Leadership bis zu Database, von Spendenmarkt bis zu Unternehmenskooperationen – diskutiert, und zwar alles vor dem Hintergrund der Krise. Besondere Spannung brachten die zum zweiten Mal durchgeführten «Pitches» um die kreativste Aktion im Rahmen des Swissfundraising Awards und die Präsentation der erfolgreichsten Aktion durch die Stiftung SOS-Kinderdorf. Schliesslich legte Sabine Wagner-Schäfer von AZ fundraising in ihrer Schluss-Key Note überzeugend dar, dass und wie Digitalisierung eine krisenfeste Strategie für NPO sein kann.

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