HomeImpulseWas macht Swissfundraising-Fachgruppen als Weiterbildungsform einzigartig?

Was macht Swissfundraising-Fachgruppen als Weiterbildungsform einzigartig?

Die berufliche Weiterbildung der Mitglieder sieht Swissfundraising als Kernaufgabe. Dafür setzt der Verband immer stärker auf Fachgruppen. Die bringen pures Praxis-Lernen, stellen aber auch besondere Ansprüche an Teilnehmende.

Gemäss Bildungskonzept 2018 des Verbands stehen Mittags-, Halbtags- und Tages-Veranstaltungen im Vordergrund: Erfa-Treffen, Seminare, Konferenzen. Das Konzept findet sich hier im Überblick.

Seit 2014 stark gewachsen ist das Angebot an Fachgruppen, zuerst mit der FG Direct Mail (ab 2014), dann den beiden FG Förderstiftungen (für Kleine und für Grosse, ab 2015), der FG Data Mining (seit Februar 2018), den FG Major Donor (für Kleine und Grosse, seit April 2018). In Vorbereitung steht «Kultur-Fundraising». Wenn aus dem Mitgliederkreis entsprechende Bedürfnisse formuliert werden, schafft Swissfundraising gerne Fachgruppen.

Fachgruppen dienen dem Austausch von Fachleuten, also den an einem bestimmten Spezialgebiet des Fundraisings Interessierten. Sie versammeln Mitglieder, die direkt für Organisationen arbeiten und voneinander lernen wollen. Dementsprechend leben sie von der regelmässigen Teilnahme ihrer Angehörigen und der Bereitschaft, erworbene Berufserfahrung mit anderen zu teilen. Anders als in Seminaren und Erfa-Treffen sprechen hier also nicht eingeladene, immer wieder neue Referenten, sondern Wissen geben und nehmen im festen Kreis, das ist die Grundidee.

Hier findet eine Form des Lernens Anwendung findet, die Verbindlichkeit von Interessierten verlangt und Engagement: beim Leisten kürzerer oder längerer Inhaltsbeiträge, beim Verfassen von Zusammenfassungen von Treffen oder als deren Gastgeber. Dafür tauschen Fachgruppen pures Praxiswissen, Erfahrungen aus dem Alltag, die weder Bücher noch Online-Foren oder Seminare geben. Das setzt bei den Teilnehmenden einen bereits vorhandenen Fundraising-Hintergrund voraus.

Swissfundraising sorgt für einen stabilen organisatorischen Rahmen; der Administrationsaufwand ist nicht unerheblich. Dafür erhält der Verband eine Entschädigung von jährlich 100 Franken zusätzlich zur Mitgliedschaft; er stellt sie zu Jahresbeginn in Rechnung.

Die Fachgruppen legen Dauer und Rhythmus ihrer Anlässe selber fest; üblich sind zwei bis drei halbtägige (9-12 Uhr oder 14 bis 17 Uhr) Runden pro Jahr, mit jeweils 15 bis 20 Personen. Der Vertrauensbildung dienen fakultative gemeinsame Essen und Apéros am Rande der Anlässe, die immer auf der Event-Seite der Verbands-Webseite öffentlich angekündigt sind.

Für die inhaltliche Leitung jeder Fachgruppe, die bisher die Geschäftsstelle wahrnahm, sucht Swissfundraising ab Herbst 2018 engagierte Fachgruppen-Mitglieder. Dieses Ehrenamt soll, nach dem Muster der Erfa-Leitungen, dafür besorgt sein, dass die Teilnehmenden hinreichend und qualitativ guten Stoff zum Austausch pro Anlass vorbereiten und dass alle Kolleginnen Beiträge leisten dürfen.

Fachgruppen können von sich aus abweichende Regeln für ihre Organisation beschliessen. So lässt die FG Data Mining auch Dienstleistende als regelmässige Teilnehmer zu (die sind sonst nur als Gastreferenten gedacht). In der FG Direct Mail können auch mal über 30 Personen sitzen, in der FG Data Mining oder Major Donor für Kleine auch nur 10. Die FG Major Donor bevorzugen zur Zeit 2-Stunden-Anlässe, dafür einen pro Quartal.

 

Name

Fachgruppe

Start

Zielgruppe

Teil-nehmer

Besonderes

Direct Mail

2014

Direktmarketing-Verantwortliche

Ca. 30

Für Nutzer Direct Mail Panel

Förderstiftungen für Grosse

2015

Stiftungs-FundraiserInnen grosser NPO

Ca. 20

Förderstiftungen für Kleine

2015

Stiftungs-FundraiserInnen kleiner NPO

Ca. 20

Data Mining

2018

Datenanalytiker

Ca. 10

Auch Dienstleister

Major Donor für Grosse

2018

Grossspenden-FundraiserInnen grosser NPO

Ca. 15

Quartalsweise 2 Stunden

Major Donor für Kleine

2018

Grossspenden-FundraiserInnen kleinerer NPO

Ca. 10

Quartalsweise 2 Stunden

Kultur-Fundraising

2019

FundraiserInnen von Kulturinstitutionen