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Lohnumfrage von Swissfundraising: Was verdienen Fundraiserinnen und Fundraiser?

27.04.2021

Fundraiserinnen und Fundraiser verdienen in der Schweiz im Durchschnitt 104’200 Franken. Tendenziell steigt der Lohn mit zunehmendem Alter, Funktionsstufe, Verantwortung für Budget und Mitarbeitende und Berufserfahrung. Die Lohndifferenzen haben sich im Vergleich zu 2017 und 2013 jedoch verringert. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Befragung des Zentrums für Kulturmanagement der ZHAW School of Management and Law im Auftrag des Berufsverbands Swissfundraising. Die Studie untersuchte zudem Zusatzleistungen, Motivation der Arbeitnehmenden und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Fundraiserinnen und Fundraiser.

Das aktuelle Spendenvolumen für Non-Profit-Organisationen (NPO) in der Schweiz beträgt gemäss Zewo-Spendenreport 2020 rund 1,9 Milliarden Franken. Doch wieviel verdienen eigentlich die Fundraiserinnen und Fundraiser, die diesen Betrag zu einem grossen Teil generieren? Das Zentrum für Kulturmanagement der ZHAW School of Management and Law ist dieser Frage – bereits zum dritten Mal nach 2013 und 2017 – nachgegangen und hat in einer Online-Umfrage die alle über 900 Mitglieder von Swissfundraising zu ihrer Entlöhnung befragt. 248 Fundraiserinnen und Fundraiser haben den Fragebogen ausgefüllt, wobei Frauen sowie die Deutschschweiz im Vergleich zur Grundgesamtheit leicht übervertreten waren. Über 90 Prozent der Umfrageteilnehmenden sind bei einer Non-Profit-Organisation (NPO) angestellt (n=231).

Alter, Position, Weiterbildungsabschluss und Berufserfahrung entscheidender als Bildungsabschluss

Im Durchschnitt verdienen Fundraiserinnen und Fundraiser, die Mitglied von Swissfundraising sowie in einer NPO angestellt sind, 104’200 Schweizer Franken bei einer Spannbreite von 59’000 Schweizer Franken bis 164‘000 Schweizer Franken (Medianlohn 101’400 CHF). Der Lohn verändert sich mit zunehmendem Alter, wobei 50- bis 59-Jährige am meisten verdienen. Zudem scheinen insbesondere Funktionsstufe sowie die Verantwortung für Mitarbeitende und Budget eine positive Auswirkung auf den Lohn von Fundraiserinnen und Fundraisern zu haben. In den bisher durchgeführten Befragungen hat sich sowohl eine Fundraising-Weiterbildung als auch die Berufserfahrung lohnwirksam gezeigt.

Spannend ist, dass der Lohn für Berufseinsteigende seit 2013 in der Tendenz zunimmt. Die Studie zeigt, dass Frauen im Fundraising tendenziell etwas weniger verdienen als Männer. Allerdings ist der Lohnunterschied 2020 so gering wie in keiner der vorangegangenen Befragungen. Die Lohndifferenzen haben sich im Jahresvergleich grösstenteils verringert: So ist die Lohnschere bei der Funktion und Absolvierung einer Fundraising-Weiterbildung seit 2013 kleiner geworden, seit 2017 trifft dies auch auf die Verantwortung für Budget und Mitarbeitende, Alter und Berufserfahrung zu.

Zusatzleistungen und intrinsische Motivation – dafür wegen Corona mehr Stress?

Gemäss Studie erhalten 89 Prozent der Befragten Zusatzleistungen in Form von Swissfundraising-Mitgliedschaft (77,1%), Fortbildungs- und Netzwerktreffen (58,9%) sowie ÖV-Abonnements (36,8%). Auf die Frage, welche Themen motivieren, beim Arbeitgebenden zu arbeiten, nennen 78,8 Prozent ideelle Werte, gefolgt von flexibler Arbeitszeit (68,4%) und offener Unternehmenskultur (61,0%). In der Corona-Pandemie hat sich der Druck, Fundraising-Einnahmen zu erzielen, bei der Mehrheit der Befragten nicht verändert (55,4%), wohingegen er bei gut einem Drittel (37,7%) gestiegen und bei nur knapp 4 Prozent gesunken ist.


Swissfundraising-Mitglieder finden den ausführlichen Studienbericht im Intranet.


 

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