HomeNewsWemakeit – der Platzhirsch gibt seine Erfahrungen im Crowdfunding weiter

Wemakeit – der Platzhirsch gibt seine Erfahrungen im Crowdfunding weiter

01.11.2017

Wemakeit war zuerst da im Schweizer Crowdfunding, hat unterdessen viele Mitbewerber, behauptet sich aber mit grossem Vorsprung – dank überlegten Geschäftsideen und stetigem Dialog mit der Community.

Auf jeder einzelnen Seite von www.wemakeit.com ganz unten publiziert die Crowdfunding-Unternehmerin ihre jeweils aktualisierten Erfolgszahlen. Im Oktober 2017 waren das 29,7 Millionen Franken Totalsumme der Unterstützungen, 2’700 erfolgreiche Projekte, 161’602 UnterstützerInnen und 63% Erfolgsquote.

Plattformen, die sich im Crowdfunding für gemeinnützige Projekte anbieten, sind selber normalerweise nicht Nonprofit-Organisationen, sondern Unternehmen; sie müssen ein Geschäftsmodell für die Deckung ihrer Gründungskosten, ihres laufenden Aufwands und ihrer Entwicklung finden. Das scheint nicht ganz allen Anbietern von Online-Plattformen aller Art einzuleuchten; oft entsteht der Eindruck, die Entwicklung von Software sei das wesentliche Anliegen, was scheitern muss.

Wemakeit war mit Gründung Anfang 2012 früh bereit und überzeugte damals Förderstiftungen vor allem aus dem Kultursektor, dem Unternehmen via einen beigestellten Verein und damit dem gemeinnützigen Crowdfunding überhaupt in der Schweiz auf die Sprünge zu helfen.

Dann suchten die Macher um Johannes Gees und Rea Eggli, welche die wemakeit GmbH kontrollieren, von Anfang Partner für die Einrichtung sogenannter Channels, d.h. regional oder thematisch fokussierter Unter-Plattformen. Das waren meistens Kulturförderungs-Institutionen, die neben traditionell geregelter Beitragskategorien ihren Gesuchstellern eine neue Variante der Mittelbeschaffung anbieten wollten. Kantone, Städte und Firmen gehören dazu – deren Teams berieten dann Projektinitianten oder offerierten Informationsanlässe, und zwar auch in Österreich und Deutschland.

Die Macher von wemakeit suchten auch immer den Kontakt mit den Mittelbeschaffenden; jetzt bauen sie selbst ihr Beratungsangebot aus. Buchbar sind Coaching- und Promotion-Packages unterschiedlichen Umfangs mit Preisen von rund 500 bis gegen 3000 Franken. Coaching umfasst Leistungen bei der Erstellung der Kampagnen-Planung und -Dokumente, Promotion vor allem Hilfe bei der Werbung in den Sozialen Medien. Als Gegenleistungen für die 6 % Gebühren, die erfolgreiche Kampagnen seit der Lancierung an wemakeit zahlen, liefert die Plattform in jedem Fall Checks und Online-Beratung zu Projektmaterial. Es steht ein Beratungsteam zur Verfügung.

Und jetzt sind auch Tagesseminare zur Einführung ins Crowdfunding mit persönlich präsenter Referentin buchbar; z.B. in Zusammenarbeit mit Swissfundraising am 21. November in Basel (hier geht es zur Ausschreibung und Anmeldung).

Crowdfunding-Projekte kommen weiterhin mehrheitlich aus der Kultur; aber auch Kategorien wie Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Technik, Umwelt, Fair Trade und Landwirtschaft geniessen Popularität.

Andreas Cueni